© Jörg Ochsmann 2000 |
(Last updated / Stand:31.01.2007)
Auszug aus: OCHSMANN, J. 1992 (unveröff.): Riesen-Bärenklau (Heracleum spec.) in Deutschland, Morphologie, Ökologie, Verbreitung und systematische Einordnung. Diplomarbeit, Göttingen, 168 S.
3.3.3 Fraßschäden an Heracleum mantegazzianum
Bei den Untersuchungen der Heracleum
mantegazzianum-Bestände fiel auf. daß die Pflanzen so gut wie nie Fraßschäden
aufwiesen. Abgesehen von einem Fall, in dem die Blätter großer Pflanzen offenbar von
Kühen gefressen worden waren, konnten lediglich an ganz jungen Blättern im Frühjahr
Schäden gefunden werden. Neben Fraß durch Mäuse konnten auch Blätter mit
Miniergängen von Insekten beobachtet werden. Aber weder hierdurch, noch durch die an
den Blütenständen meist in großer Zahl vorhandenen Blattläuse trat eine
merkliche Schädigung der Pflanzen ein. Während auch Heracleum sphondylium nur
relativ selten Fraßschäden an Blättern aufwies, wurden im Kuturversuch die jungen
Blätter einer Bastardpflanze völlig skelettiert.
Im Untersuchungszeitraum konnten, im Gegensatz zu Angaben von KOSMALE
(1981) an Heracleum mantegazzianum-Pflanzen keine Schäden durch Mehltau
gefunden werden, während Heracleum sphondylium und der Bastard (vgl. Abschnitt
3.9.2.) häufig stark geschädigt waren.
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Eine echte Schädigung von Heracleum
mantegazzianum konnte lediglich an Früchten festgestellt werden. Nach Angaben von STEWART & GRACE (1984) werden sich
entwickelnde Blütenstände durch die grauen Raupen des KIeinschmetterlings Depressaria
pastinacella DUPONCHEL stark geschädigt. Vom Verfasser wurden in jungen
Fruchtdöldchen grüne Raupen mit schwarzen Ringen gefunden. die innerhalb von Gespinsten
einen Teil der Früchte gefressen hatten. |